Neue Potenziale fürs Geschäft entfalten

Szenarien & Use Cases

Wie Design Thinking zu Fortschritt führt, zeigen folgende prototypische Use Cases. Sie sind zugleich Beispiele eines kreativen, kundenzentrierten Denkens.

Infrastrukturanbieter/Mobilitätsdienstleister: App zur Datenerfassung.

Problemstellung: Die Ermittlung von Infrastrukturdaten soll im Rahmen eines Digitalisierungsprozesses nicht länger analog erfolgen. Vielmehr sollen sie digital erfasst und in den internen Systemen hinterlegt werden. Zusätzlich müssen die Daten intern systemübergreifend und schnittstellenkompatibel verfügbar sein.

Lösungsansatz: Eine App zur Erfassung der Daten wird gemeinsam mit dem Entwicklungsbereich erarbeitet. Diese läuft auf sämtlichen Endgeräten der Mitarbeiter und spielt die Daten live in die Systeme. Mit Methoden des Design Thinking wird das Front End der App  zielgerichtet für den Bedarf gestaltet. Die zukünftigen Nutzer werden durch die Feedbackschleifen und Iterationszyklen frühzeitig eingebunden.

Ergebnis: Das Endprodukt wird von den Nutzern problemlos angewendet und passt zu den Aufgabenstellungen. Die Benutzungslogik wird durch das iterative Vorgehen und die Prüfschleifen bereits von Vornherein auf die Nutzer angepasst.

Energieversorger: Neue Kunden durch innovative Services.

Problemstellung: Gewinnung von Kunden durch höhere Diversifikation des Produktportfolios.

Lösungsansatz: Neben den klassischen Produkten eines Energieversorgers werden innovative, zielgruppenrelevante Produkte in das Portfolio aufgenommen. In crossfunktionalen, geschäftsbereichsübergreifenden Projektteams werden per Ideation mögliche Ideen sondiert und Prototypen am Kunden getestet. Paketlösungen werden durch Design Thinking gleich mitgedacht und -geschnürt.

Ergebnis: Eine Plattform, auf der die Kunden nicht nur eine Übersicht über Strom- und Gasprodukte haben und diese verwalten, sondern auch eine Anbindung zusätzlicher Anwendungen möglich ist. Eine Applikation, Smart Meter, steuert den Energieverbrauch des Kunden. Eine elektrische Carsharingflotte steht im Einzugsgebiet des Energieversorgers dem Kunden zur Verfügung. Über die Plattform lassen sich die Autos auch gleich buchen und abrechnen. 

Finanzindustrie: Serviceplattform als kundenzentrierte Entwicklung.

Problemstellung: Der Portfoliomanager möchte aktuelle Produkte im Zuge der unternehmenseigenen Digitalisierungs-Roadmap über eine eigene Plattform anbieten – neben den bisherigen Vertriebswegen.

Lösungsansatz: Neben der Umsetzung der Serviceplattform sollen die Schnittstellen zum Kunden möglichst nutzerfreundlich gestaltet werden. Mittels Design Thinking Methoden wird in kurzen Entwicklungszeiten die Schnittstelle zum Kunden entwickelt und getestet. Das heißt, anstelle langer Entwicklungszeiten für das Front End wird dieses vorerst als Dummy mit dem Kunden getestet. Ebenso werden mögliche Entrypoints auf der Serviceplattform iterativ dem Nutzerverhalten angepasst.

Ergebnis: Die Kunden können bestehende Produkte auf der Serviceplattform über ausgewählte Entrypoints erwerben. Aufgrund der Nutzerfreundlichkeit des Front Ends ist die Zeit vom Aufrufen des Produkts bis zum Kauf auf ein Minimum reduziert.

Hörgerätehersteller: Neue Technologien erlauben innovative Nutzung.

Problemstellung: Durch neue Antennentechnik und damit vergrößerte Reichweite besteht das Potential, Hörgeräte an unterschiedlichste Geräte im Haushalt anzubinden – Stichwort Smart Home. Aber welche Geräte sollen das sein? 

Lösungsansatz: Der Design Thinking Prozess beinhaltet eine Bedarfsanalyse und die Identifikation von Nutzungskontexten im Heimbereich. So wird aufzeigt, welche Themenfelder auf Kundenseite eine hohe Priorität haben. Zusätzlich wird die Aufgabe einer geeigneten Nutzungsschnittstelle erarbeitet. Hörgeräte haben zunächst keine oder nur sehr wenige Eingabe-Schnittstellen (wie Buttons, Tastaturen etc.) oder Ausgabe-Schnittstellen die über Audio hinaus gehen (etwa Anzeigen).

Ergebnis: Durch die Nutzung einer Smartphone-App werden für Hörgeräte-Träger völlig neue Möglichkeiten der Konfiguration und Nutzung geschaffen. Die Integration in ein Smart Home kann vom Nutzer gesteurt werden und erlaubt die Kopplung an ausgewählte Geräte.